März 2015

SIMLOC_EXPEDITION

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SUPPLIER_SIMLOC

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Testaufstieg_Cancled

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Reiseapotheke

März 2015

31. März 2015

EXPEDITION_START

Selfhtml

Jost schreibt….

Um 7.15 Uhr fahre ich mit der Bahn von mir daheim in Borgholzhausen ab und nicht viel später bleibt mein ICE auch schon in Hamm stecken- mit der Meldung das die Strecke aufgrund des Unwetters ausfällt. Ich improvisiere und nehme einen Zug Richtung Düsseldorf um von dort aus nach Köln zu fahren und schließlich Frankfurt zu erreichen von wo aus ich ja abfliegen möchte. Doch schon vor Düsseldorf fällt auch die kleine total überfüllte Bahn aus und ich sitze in Duisburg fest. Als ich dann in der Schlange zur Information stehe geht eine Durchsage los “Alle Strecken sind gesperrt- die Bahn stellt für heute komplett den Betrieb ein”

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Ich versuche noch mit einem Taxifahrer zu verhandeln was die Fahrt mit dem Taxi nach Frankfurt kosten soll aber der niedrigste Preis den ich erzielen kann liegt bei 450 Euro. Zum Glück stehe ich sehr weit vorne in einer der Warteschlangen wie man sie sonst nur aus Katastrophenfilmen kennt. Und als ich drankomme und ausgiebig erläutere was passiert ist bekomme ich nach kurzem zögern einen Taxischein- also fahre ich “sponsored by Deutsche Bahn” ca. 250km mit dem Taxi. Zum Glück hält sich Ömir der Türkische Taxifahrer nicht allzu sehr an Geschwindigkeitsbegrenzungen auf. Trotzdem komme ich langsamer als geplant voran- der Sturm ist so stark das mittlerweile nicht nur der Bahnverkehr in fast ganz Deutschland eingestellt wurde- nein der starke Wind auf der Autobahn erlaubt uns auch kein schnelles vorankommen. Um 14.40 geht mein Flug ab – um 13.45 Komme ich am Terminal 1 an und steige au dem Taxi kurz danach finde ich heraus das ich eigentlich zu Terminal 2 muss- aber das Taxi ist schon abgefahren… also hetze ich mit meinen 50kg Gepäck zum Flughafen Zug der mich zu Terminal 2 Fährt – völlig ausser Atem finde ich irgendwann den richtigen Schalter – nur um festzustellen, dass das Boarding bereits läuft und ich meinen Flug wohl verpasst habe. Ich ärgere mich sehr über den Verlust von Zeit und Geld habe aber noch die Hoffnung auf eine Erstattung durch die Deutsche Bahn- schließlich habe ich den Flieger ja wegen eine Ausgefallenen Zuges verpasst. Als ich schon am Informationsschalter sehe um mir eine Bescheinigung dafür zu besorgen bekomme Ich einen Anruf der alles verändern sollte…

31. März 2015

31. März2015

Was für eine Reise

Jost schreibt….

….Am Telefon höre ich die Stimme: “Wenn du dich jetzt beeilst kannst du noch mitfliegen!” Ich renne also wie verrückt zurück zum geschlossenen Schalter der mittlerweile wieder geöffnet hat- der Cargo Manager hat es irgendwie geschafft mich noch mit unter zu bekommen da die Maschine aufgrund des starken Windes noch nicht abheben kann. Ich muss mein Gepäck selbst mitnehmen und jemandem übergeben der es für mich an Bord bringt. Dann renne ich alleine durch die leeren hallen bis ich nah den Sicherheitschecks die Crew treffe die sofort sagt das der Letzte eingetroffen sei und alles bereit ist. Als ich völlig außer Atem und durchgeschwitzt in den Flieger einsteige kann ich es kaum fassen – alle sitzen gelangweilt an Bord und es spielt Chinesische Entspannungsmusik.
mehrGenauer gesagt brauchen wir noch gute 3 Stunden bis der Flieger überhaupt abhebt- mein Verbindungsflug in Shanghai ist also schon lägst abgeflogen als ich in Shanghai ankomme. Am Schalter erfahre ich das auch morgen kein Flieger nach Nepal geht, also fliege ich nach Kunming übernachte dort im Hotel und fliege am nächsten Tag weiter…  das hört sich jetzt sehr simpel an aber im Endeffekt habe ich neue provisorische Flugtickets bekommen und eine handgeschriebene Anleitung auf chinesisch, welche schritte ich durchlaufen muss. Und nachdem ich in Kunming angekommen bin meine Chinesischen Papiere sich verdreifacht haben und ich feststellen musste das kaum noch wer Englisch versteht sitze ich irgendwann auch schon im Bus zum Hotel und bin erstmal froh das ich es bis hier her geschafft habe. An der Rezeption versteht mich natürlich mal wieder niemand und da bin ich froh das wenigstens einer der Passagiere Englisch spricht und für mich übersetz, was für ein Tag!
31. März2015

1. April 2015

Zwischenstop China

Jost schreibt….

Schon als ich am Abend im Hotel angekommen war, war es mir aufgefallen – China ist nicht so wie ich es mir immer vorgestellt habe. Wenn man nur die Flughäfen und großen Städte sieht kann man schnell ein falsches Bild bekommen- im Grund eist es wie Zentralasien – Es ist immer noch ein Entwicklungsland.
mehrAls ich am Morgen auf die Straße gehe erinnert mich alles irgendwie an meine Zeit in Osh in Kirgisien – die Gerüche und Geräusche auch der Verkehr der überwiegend aus Schmutzigen kleinen Lastwagen und Tucktucks besteht. Ich fahre dann mit einem Bus, einem Umgebauten Sprinter mit vielen Sitzen – der aber keinen Platz für mein Gepäck bietet, daher müssen erst alle einsteigen und dann kommt mein Gepäck nach vorne so dass niemand heraus kann bis nicht mein Gepäck aus dem Weg geräumt ist. Ab jetzt überkommt mich ein gutes Gefühlt- die Sonne scheint hier und es sind sommerliche Temperarturen im Vergleich zu Deutschland, ich beobachte Menschen auf den Feldern und Riesige Trucks die Total überladen sind. Alles ist so idyllisch und irgendwie spüre ich, dass von jetzt an alles Reibungslos verlaufen wird. Rishi, der Manager von Snowy Horizons, der Agentur mit der ich die Expedition Organisiere schreibt mir noch eine wichtige SMS. Sobald ich ankomme fahren wir direkt ins Ministerium, damit ich dort als Expeditionsleiter am Briefing teilnehme und wir den Permit bekommen, der Permit ist eine Erlaubnis, eine Eintrittskarte wenn man so will die für den Berg gilt, in meinem Fall kostet sie 1800 Dollar pro Person. Beim Briefing wird man auf seine Pflichten bzgl. Der Handhabung von Müll und ähnlichem aber auch auf mögliche Strafen hingewiesen. Wenn ich z.B. versuchen würde den Everest 8848m zu besteigen obwohl ich nur einen Lhotse 8516m Permit habe kostet da etwa. 34.000 Dollar Strafe und einige Jahre Einreiseverbot. In einer halben Stunde ist Boarding – Goodbye China und Hello Nepal!
1. April 2015

2. Aprill 2015

Flug nach Lukla

Jost schreibt….

Ich bin nun 24 Stunden in Katmandu und schon klingelt mein Wecker, es ist 04.30 am Morgen und Rishi bereitet alles für meine Abreise vor, seinen Frau macht noch ein leckeres Omelett und dann verladen wir alles in einen Kleinbus. Den Ersten Teil der Tour werde ich mit Serkan Bettermann und Mary Abo verbringen, ich habe Serkan über Facebook kennengelernt und durch Zufall haben wir festgestellt, dass wir zur gleichen Zeit unterwegs sind und ich habe meinen Flug (glücklicherweise) einen Tag später gebucht.
mehrDie beiden wollen auf den Lobuche East 6119m steigen und wir müssen sie noch vom Hotel abholen, bevor wir nach Lukla fliegen können. Serkan vertritt seine Nation hervorragend und ist als Deutscher natürlich super pünktlich, ich glaube nicht das es daran liegt das Mary aus den Philippinen kommt, aber wir warte eine geraume Zeit und es wird schon sehr knapp als sie wie ein Wirbelwind aus ihrem Zimmer gestürmt kommt, die Sachen halb fertig gepackt und wir in den Kleinbus steigen. Kurz bevor wir endlich losfahren können (wir sind schon spät dran) fällt Mary auf das ihr Geld irgendwo verschwunden ist und flitzt noch schnell aus dem Bus um es zu suchen, Serkan und ich schütteln nur den Kopf und amüsieren uns Köstlich. Schließlich kommt sie wieder und bringt noch ihren Eispickel mit den sie überraschenderweise auch vergessen hatte und wir fahren zum Flughafen. Dort herrscht mal wieder das übliche Chaos und Gewusel durch das nur Harri unser Nepalesischer Fahrer zu blicken scheint. Als mein Gepäck auf der Waage liegt hoffe ich das die falsch geht… 65KG Ausrüstung… oha kann das denn sein? Ich bin fest davon überzeugt, oder hoffe vielmehr, dass die Waage manipuliert war. Er organisiert alles mit Blitzesschnelle und ehe ich mich versehe sitze ich im Flieger. Meine Maschine ist die erste die heute Fliegt und nach etwa. 30 Minuten sehe ich die Landebahn von Lukla vor mir. Sie ist nur etwa 500 Meter lang und an einer Klippe gebaut, hinter dem Ende der Landebahn befindet sich eine Felswand, davor ein Abgrund – grade weil die Landebahn so kurz ist geht sie Bergauf. Oben drauf kommt noch, dass Lukla am Ende eines Tals liegt, einmal angefangen zu landen, kann man nicht wieder hochziehen. Gelandet auf dem Gefährlichsten Flughafen der Welt bin ich trotzdem sehr gut und mit relativ wenig Ruckeln. Als ich auf die Maschine von Serkan und Mary warte werde ich nach einer Stunde Verspätung etwas unruhig, ich frage einen Sherpa ob er etwas weiß und er Antwortet mir, dass es wohl einen Technischen Defekt mit der Maschine gab mit der ich geflogen war und diese heute nicht mehr fliegt, daher kommen alles Später. Da denke ich mir nur gut, dass es den Defekt nicht während meines Fluges gab… Jetzt grade bin ich in Phakding, einem Dorf ein paar wanderstunden von Lukla entfernt auf einer Höhe von 2597m – morgen geht es nach Namshe Bazar wo wir 2 Tage bleiben um uns auf 3400m akklimatisieren werden.
2. Aprill 2015

5. April 2015

Verlorene Stimme

Jost schreibt…

Am Morgen haben wir versucht um 07.30 Uhr in Periche aufzubrechen, aber Mary hatte es auch heute wieder schwer mit unserer ‘deutschen Pünktlichkeit’ mitzuhalten. Heute haben wir eine etwas größere Etappe bis auf 3400m nach Namshe Bazar zurück gelegt und als wäre das nicht genug- Ich habe auch noch meine Stimme verloren. Gestern habe ich eine Stunde in der Kälte auf den zweiten verspäteten Flug gewartet und mir damit wohl eine kleine Erkältung zugezogen- grade jezt am Abend ist für mich nur noch flüstern angesagt. Schön war aber dass ich heute Gunterl unseren Indischen Expeditionsleiter wiedergesehen habe und ich traf Vladimir aus Slowenien der sich meiner Lhotse 8516m Expedition angeschlossen hat.
mehrMit meinem Krächtzen konnte ich mich heute auch mit unserem ‘Sidhar’ Mingmar der schon 6 mal den Everest bestiegen hat verständigen, der ‘Sidhar’ ist der Sherpa ganz oben in der Hirachie einer Expedition. Da der Cho La Pass wegen großer für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Schneemengen gesperrt ist, werden wir morgen nach Tengboche 3860m aufbrechen – einem der Schönsten Orte hier mit einer Phänomenalen Aussicht.
5. April 2015

6. April 2019

Akklimatisieren in Pangboche

Jost schreibt….

Ab jetzt sieht man den Lhotse schon von weitem, links von ihm ragt die gewaltige Pyramide des Everest heraus, rechts sehe ich die Ama Dablam 6812m die ich vom letzten Jahr noch allzu gut kenne. Gestern war ich in Tengboche wo sich ein altes Kloster befindet, es ist ein magischer Ort an dem ich letztes Jahr viel war, leider war meine Lieblings- Lodge das Hotel Himalaya ausgebucht aber Pema die Wirtin und ihr Mann Pemba haben mich sofort wiedererkannt. Ich habe viele interessante Menschen getroffen darunter auch Kim Hong Bin ein erfahrener Koreanischer Höhenbergsteiger, der am Denali alle seine Finger durch Erfrierungen verloren hat, er und sein Team wollen dieses Jahr auch den Lhotse in Angriff nehmen.
mehrDann habe ich noch eine große Gruppe von IMG (International Mountain Guides) getroffen, sie waren in derselben Lodge wie wir und ich habe mich gewundert wie viel man für eine Everest Besteigung ausgeben kann. Die Leute die dort dabei waren um eine Everest Expedition zu machen haben mindestens 65.000 Dollar bezahlt, oder wenn sie mit einem Westlichen Guide gehen wollten bis zu 120.000 Dollar, wie viele Expeditionen man davon machen könnte – unvorstellbar. Wir haben uns dann entschieden am Nächsten Tag ins nächste Dorf aufzubrechen um uns langsam an die Höhe zu gewöhnen. Dank guter Vorakklimatisierung daheim ist meine Sauerstoffsättigung jetzt bei 93% während die meiner Mitreisenden bei 86% liegt. Ich fühle mich immer besser und fitter obwohl ich natürlich auch die Anpassung spüre. Das Internet wird jetzt schlechter, gestern war es für das gesamte Khumbu ausgefallen, ich versuche so viel wie möglich zu bloggen- weiß aber noch nicht genau wie viel das sein wird.
6. April 2019

April 2015

Arrival video

April 2015

10. April 2015

Ankunft im Everest basecamp 5360 m

Jost schreibt….

Irgendwie ging meine Vorfreude im ganzen Organisationstress unter, ich habe mich gar nicht mehr so gefreut, die Expedition kam einfach immer näher. Und jetzt stehe ich hier und ich habe das Gefühl, dass ich endlich nach einer langen Reise angekommen bin, ich freue mich wieder richtig auf die Expedition und fühle mich voller Energie und Tatendrang. Ich ziehe hier in mein Zelt ein – ganz nach dem Motto „ My tent is my castle“ ich werde 6 Wochen hier sein, während dieser Zeit wird es einen Art zuhause für mich sein müssen in dem ich mich wohl fühle, damit die Expedition erfolgreich verlaufen wird, denn wenn ich mich hier nicht wohlfühle, dann beeinflusst dass mein Wohlbefinden und meinen Erfolg.
10. April 2015

12. April 2015

100 Rupien or 100 Dollar?

Jost schreibt….

Als ich mich von Mai und Serkan verabschiedet habe, habe ich auf dem Rückweg dem Amerikaner Chimu und seinen Peruanischen Adoptivsohn Chuckie kennengelernt. Als wir uns unterhielten kamen zwei Träger Vorbei, Chimu bat sie anzuhalten und gab jedem von ihnen 100 Dollar, ich dachte mir das, dass ein ordentliches Trinkgeld ist was er seinen Trägern da zahlt. Aber als er den nächsten auch 100 Dollar in die Hand drückt bin ich überrascht und ich finde heraus, dass er jedem Träger der Arm aussieht das Geld in die Hand drückt. Seine Philosophie ist anders als die der Meisten, er gibt diesem Menschen die Verantwortung wie sie das Geld ausgeben, frei nach dem Motto, das sie selbst am besten wissen was sie brauchen. Heute Sind wir wieder zusammen unterwegs gewesen und haben zu dritt Geld verteilt, häufig habe wir einen 100 Rupie Schein und einen hundert Dollar schein nebeneinander gehalten (100 Rupien entsprechen ca. einem Dollar) und gefragt welchen von beiden Scheinen sie lieber haben wollen. Das hat echt viel Spaß gemacht und nach dem wir ca. 1500 Dollar verschenkt hatten und jedem „Muchas Chicas“ (viele Frauen) gewünscht haben sind wir wieder zurück in unsere Zeltstadt gezogen. Chimu sieht die Welt etwas anders als die meisten und hat sehr frische ideen- seine Website ist: www.intiraymifund.org
12. April 2015

14. April 2015

Die schlimmste Nacht

Jost schreibt

Ich liege in meinem Zelt, der Schnee prasselt sanft an die Zelt Wand, bis jetzt ist noch alles ganz romantisch. Aber schon bald startet das Grummeln, es kommt von draußen von den Lawinen die sich in die Schwärze der Nacht werfen. Aber was viel schlimmer und lauter ist, ist das Grummeln das aus meinem Bauch kommt. Ohh nein – Durchfall! Ich stürze aus dem Zelt in den Schneesturm hinaus und wühle mich bis zum Toilettenzelt, beim zweiten Mal in dieser Nacht schaffe ich es nicht mehr bis dort, ich bleibe im 20 cm tiefen Schnee stecken. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass es mir ziemlich kacke geht, grade hier auf 5360m zu Dehydrieren ist kein Spaß. Das einzig Gute daran ist, dass ich die Erkrankung grade jetzt am Anfang bekommen habe, so dass es mich nicht später noch erwischt. Und die nächsten 5 Tage wird es bestimmt keinen Aufstieg geben, bei diesen Schneemassen und Lawinen…
14. April 2015

20. April 2015

Puja pray

Jost schreibt

Puja – Wir erbitten den Segen der Götter bei Schneefall. Die Puja, bei der wir uns seelisch auf die Besteigung vorbereiten und zu der Gottheit des Berges beten findet bei Schneefall statt. Der Lama ist extra angereist und liest und singt in Sanskrit, wir werfen 3 mal Reis und 3 mal Mehl auf die Stupa die wir im Camp errichtet haben. Der Lama opfert noch einige andere Sachen und wir verbrennen Kräuter und Zweige, nach geschlagenen 2 Stunden Zeremonie draußen im Schnee kommt endlich der Teil bei dem wir auch etwas von der Opfergabe verzehren und dann ist es vorbei. Die Puja Zeremonie sorgt dafür das die Expedition sicher verlaufen wird und ist gleichzeitig auch ihr beginn, kein Sherpa wird ohne Puja beginnen am Berg aufzusteigen. Leider sieht der Wetterbeicht für die Nächsten Tage nicht grade gut aus- Schnee Schnee und noch mehr davon… ich bleibe erstmal im Basecamp.
20. April 2015

eine Woche Später

Jost?

Am 31. März brach Jost zur Expedition in den Himalaya auf. Er ist 22 Jahre alt und ein Solo-Bergsteiger. Sein Ziel: Solo, ohne Sauerstoffgerät den Gipfel des Lhotsen zu erklimmen. Der Lhotse ist der Nachbarberg des Mount Everest und ist 8.516 Meter hoch. SIMLOC hat Jost mit der eigenen Funktionsunterwäsche und Socken ausgestattet. Seit Beginn der Vorbereitung schreiben wir den Blog.
Jeder von Euch hat bestimmt vom Unglück in Nepal und am Mount Everest gehört. Wir haben nun seit mehr als 1 Woche nicht von Jost gehört. Wie geht es ihm ? Ist im was passiert, Ist er unter den Opfern ?
Gestern Abend hielten wir es nicht mehr aus und riefen die Familie an. Sie waren erschüttert über die Katastrophe, sagten uns aber, dass Jost mit seinem Satelliten-Telefon eine Nachricht absetzen konnte. Ihm geht es wohl gut. Wie und ob die Expedition weitergeht bleibt abzuwarten. Natürlich haben wir auch damit gerechnet, das bei einer Expedition unvorhersehbare Dinge auftreten können und Jost das von Ihm angestrebte Ziel nicht erreicht. Doch das so etwas passiert…..Wir denken an alle Opfer, Ihre Familien und sind in Gedanken bei allen Helfern. Wie Jost selbst gerne sagt „Jost go for it“.

eine Woche Später

Stunde 0

Hit by Avalanche

Dieses Video hat Jost aufgenommen. Das SIMLOC_Team ist sprachlos. Jost hat es überlebt. Das letzte GPS-Signal war heute um 7.43 Uhr. Wir hoffen, dass Jost heile nach Hause kommt. Wir wissen bislang nicht, wie und ob es weitergeht. 
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ein paar Tage danach

Jost geht es gut

Jost schreibt…

Hey mir und meinem Team geht es gut – zum Glück waren wir nur am Rand der Lawine und wurden  nicht mit voller Wucht getroffen. So wurden wir nicht von Flugobjekten getroffen – aber ein paar von unseren Zelten wurden zerstört. Mein Zeltnachbar musste seine Stiefel weit weg suchen und was von der Lawine getroffen wurde, sah aus wie ein Kriegsfeld. Aber jetzt komme ich nach Hause  – ich bin in Lobuche 4900m – morgen werde ich nach Namche Bazar 3400m kommen – Ich hoffe wir sehen uns bald!
ein paar Tage danach

Jost comes back to Lukla

Jost schreibt…

Die Expedition ist abgesagt und ich bin zur Zeit in Namshe Bazaar, wo wir auf die Weiterfahrt nach Lukla, um von dort aus aus der Khumbaregion nach Kathmandu zu fliegen.